Über uns

Die GALERIE TAMMEN existiert seit über 40 Jahren. Gegründet 1979 als Galerie am Chamissoplatz, die für ihr vornehmliches Profil als Galerie für satirische Medien, Comic, Karikatur und Cartoon in den 80iger Jahren Kultstatus erwarb, erweiterte sie sich nach der Wiedervereinigung 1990 in die Galerie Tammen & Busch in der unmittelbaren Kreuzberger Nachbarschaft in der Fidicinstraße. 2006 fand der Umzug in große Räumlichkeiten in unmittelbarer Nähe zum Checkpoint-Charlie statt.

2010 dann der letztmalige Umzug in ideale Räumlichkeiten in der Friedrichstraße, Ecke Hedemannstraße ebenfalls und immer noch in Berlin-Kreuzberg, unweit vom Checkpoint-Charlie. Ein umfangreiches Ausstellungsprogramm im Bereich zeitgenössischer Kunst - Malerei - Skulptur - Fotografie - versammelt zahlreiche inzwischen auch namhafte Künstler.

Die Galerie ist auf internationalen und nationalen Messeplätzen aktiv. Als Galerie ist sie in den Berufsstandsverbänden BVDG (Bundesverband Deutscher Galerien) und LVBG (Landesverband Berliner Galerien) aktiv. Der Galerist Werner Tammen (Foto) ist Vorsitzender des Landesverbandes Berliner Galerien und Beiratsmitglied der Kunstmesse art KARLSRUHE.

 

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Aushändigung des Verdienstkreuzes am Bande der Bundesrepublik Deutschland an Werner Tammen, 03.04.2024 

Lieber Herr Tammen, 

in meiner Funktion als Staatssekretärin für Kultur von Berlin ist es mir eine besondere Freude, den Regierenden Bürgermeister von Berlin zu vertreten und Ihnen heute, am 3. April 2024, das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreichen zu dürfen.

Die Kunstwelt lässt sich nicht in Markt und Non-Profit-Bereiche teilen. Impulse des einen Bereiches, haben Auswirkungen auf andere Bereiche, im Positiven wie im Negativen. Die Kunstwelt ist nicht abgekoppelt von der „normalen Welt“, sie setzt sich damit auseinander und ist im besten Falle eng damit verwoben. Und so sind auch Galeristen – wie Sie es einer sind – nicht nur reine Kunsthändler, sondern wichtige Schnittstellen, wichtige Vermittler und Ermöglicher. Künstler*innen sind auf Galerien angewiesen, die sie in der Vermarktung und Weiterentwicklung unterstützen. Denn Kunstproduktion braucht auch immer einen öffentlichen Ort und eine Kunstvermarktung. Und Kunst braucht vor allem: Personen mit Kunstverstand und Leidenschaft für die Sache - Personen wie Sie es eine sind! 

Im Jahre 1971 sind Sie, lieber Herr Tammen, nach Berlin gekommen. In eine geteilte Stadt, in der der kalte Krieg allgegenwärtig war und in der – noch vor dem Mauerfall – auch noch nicht in dem Maße Freiräume für Kunst und Kultur vorhanden waren wie nach 1989. Sie haben noch während des Studiums 1979 Ihre Galerie am Chamissoplatz in Kreuzberg eröffnet und sind – auch nach weiteren Umzügen – Kreuzberg als Standort treu geblieben. Seit 45 Jahren sind Sie nun als Galerist für zeitgenössische Kunst aktiv und sind für die Berliner Kunstszene, die Sie auch auf Messen in der ganzen Welt präsentieren, eine feste Instanz und Größe. Darüber hinaus sind Sie langjähriges Mitglied der beiden wichtigsten Verbände für Galerien: dem Bundesverband Deutscher Galerien (BVDG) und dem Landesverband Berliner Galerien (LVBG), in dem Sie seit 2002 auch Vorsitzender sind. Unter Ihrer Leitung sind erstmalig Erhebungen zum Kunst-und Galeriestandort Berlin (im Jahr 2003) durchgeführt worden mit dem Ergebnis, dass Berlin der größte und stärkste Standort für zeitgenössische Galerien in Europa ist. Ein wichtiger Schritt, da dies auch den Wirtschaftsfaktor der Galerien und Kunsthändler für Berlin aufzeigte. Mit ihrem Engagement im Landesverband haben Sie dazu beigetragen, dass das Auswärtige Amt 2015 das AArtist in Residence-Programm ins Leben gerufen hat – das erste Residenzprogramm in einem deutschen Bundesministerium! 

Auch in der für die Kunstbranche verheerenden und existenzgefährdenden Corona-Pandemie haben Sie es mit Ihrem unermüdlichen Einsatz geschafft, dass durch eine finanzielle Unterstützung von 16 Millionen Euro durch den Bund (BKM) die Szene durch diese Krise kam und neue perspektivische Geschäftsmodelle des digitalen Handels aufgebaut werden konnten. Dies sind nur ein paar Eckdaten Ihres Schaffens und Ihrer Wirkungen für die Kunstmetropole Berlin. Diese Eckdaten machen jedoch sehr deutlich, wie umfassend und mit welchem großen Verständnis und Geschick sowie großem Einsatz Sie sich seit 4 ½ Jahrzehnten in unserer Stadt verdient gemacht haben! 

Wir sind heute hier in der Kulturverwaltung des Landes Berlin und das hat natürlich einen guten Grund. Auch wenn Sie als Galerist offiziell der Wirtschaftsverwaltung zugeordnet sind, so arbeiten und wirken Sie in einem unserer ureigensten Gebiete – der Kunst. Aus unserer Verwaltungslogik ist es manchmal sinnvoll, Wirtschaftsförderung und Kulturförderung zu trennen. Sie sind lange genug im Geschäft, um das zu wissen und zu kennen. Sie erhalten heute Ihren Verdienstorden an diesem Ort, wo die Weichen für viele jungen Künstlerinnen und Künstler gestellt, der Boden für künstlerische Arbeit gepflegt wird und wo zahlreiche Förderinstrumente deren künstlerische Entwicklung unterstützen sollen. Wir haben dasselbe Ziel: Die Förderung der Kunst und Unterstützung der Künstler*innen. Wir verfolgen teilweise unterschiedliche Ansätze, haben aber immer ein gemeinsames Ziel im Blick: unsere Schützlinge, die Künstlerinnen und Künstler. Und im besten Fall erreicht man es am Ende gemeinsam. Aus diesem Grund suchen wir aus der Kulturverwaltung im Rahmen unserer Möglichkeiten auch den Kontakt zu Galerien oder auch zu Sammlerinnen und Sammlern, um gemeinsam unsere Fähigkeiten und Möglichkeiten zu bündeln. 

Darum freue ich mich umso mehr, dass Sie heute hier in meinem Haus sind – obschon ich es dem Regierenden Bürgermeister auch gegönnt hätte. Oder der Wirtschaftssenatorin. Ich möchte an dieser Stelle aus der Begründung für die Verleihung des Verdienstordens an Sie zitieren: Werner Tammens Verdienste für den Kunst- und Kulturstandort Berlin und das internationale Renommee der Stadt, die sich besonders in seinem langjährigen ehrenamtlichen Engagement in unterschiedlichsten Gremien und Verbänden widerspiegelt, sind in ihrer Breite und Tiefe herausragend. Sein Handeln ist gekennzeichnet durch das Anliegen, mit großer Sachkenntnis für das Gemeinwohl zu wirken. Für all Ihre Arbeit, ihr Engagement und Ihre besonderen Verdienste für das Land Berlin danke ich Ihnen im Namen des Landes Berlin und aller Bürger*innen und überreiche Ihnen nun feierlich das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Herzlichen Glückwunsch! 

Sarah Wedl-Wilson, Staatssekretärin in der Berliner Senatsverwaltung für Kultur

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Werner Tammen frisch gekürt.

 

Liebe Freundinnen und Freunde der Galerie Tammen,

am 3. April fand eine außergewöhnliche Veranstaltung statt. Die Staatssekretärin in der Senatsverwaltung für Kultur, Sarah Wedl-Wilson, verlieh Werner Tammen das Bundesverdienstkreuz. In einer überaus kenntnisreichen und herzlichen Würdigung beschrieb die Staatssekretärin die Funktion von Galeristen meiner Meinung nach sehr zutreffend. Zitat: „Galeristen (sind) nicht nur reine Kunsthändler, sondern wichtige Schnittstellen, wichtige Vermittler und Ermöglicher. Künstler*innen sind auf Galerien angewiesen, die sie in der Vermarktung und Weiterentwicklung unterstützen. Denn Kunstproduktion braucht immer einen öffentlichen Ort und eine Kunstvermarktung. Und Kunst braucht vor allem: Personen mit Kunstverstand und Leidenschaft für die Sache – Personen wie Sie es eine sind!“

Das mit dem Kunstverstand und der Leidenschaft für die Sache kann ich als langjähriger Freund und funktioneller Begleiter nur bestätigen. Mehr als 10 Jahre war ich Geschäftsführer der Galerie und bis heute betreue ich die Galerie in kaufmännischen Fragen. Am Anfang habe ich noch versucht, Werners Antennen für die wirtschaftlichen Aspekte der Galerie zu verstärken. Schließlich ist eine Galerie auch ein Unternehmen. Mein Erfolg war mäßig. Werner fand die Vermittlung von Kunst stets wichtiger als die banale Frage, wovon die nächste Galeriemiete bezahlt wird. Umso stolzer bin ich, dass Werner seine Galerie bis heute erfolgreich durch alle wirtschaftlichen Klippen gesteuert hat. Bitte weiter so.

Lieber Werner, Du hast Dich um die Kunst verdient gemacht. Das Bundesverdienstkreuz hast Du zu Recht erhalten. Ich freue mich auf weitere Aktivitäten von Dir. Alles Gute für die Zukunft und vor allem Gesundheit.

Horst Brum, Partner der Galerie Tammen

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